Von Ganzi2 nach Litang
Man sieht ganz klar, wie die eingezogenen Han-Chinesen in Litang die zwei Hauptstrassen bewohnen. Die Tibeto- Chinesen leben rundherum in ihren traditionellen Häusern.
27.-31.10.2010
Beim Verlassen von Ganzi beobachtete ich, wie sie ein Haus aus Erde bauen. Kleine Mengen Erde werden dabei während Stunden eingestampft. Getrocknet ist dies ein extrem stabiles Baumittel.
Leider hält es nicht so lang. Von Zeit zu Zeit muss also wieder neu gebaut werden.
Der Vorteil ist augenscheinlich: Das Baumaterial ist überall.
In Litang viel mir zuerst auf, wieviele Polizisten herumstehen. Auch wurde ich auf dem Weg von Ganzi nach Litang ganze 5 mal angehalten und der Pass kontrolliert. Auf die Frage wieso, sagte man mir in English, dass Festtage gefeiert werden, deshalb seien viele Leute unterwegs und die Polizisten schauen für Sicherheit.... mit Schlagstöcken...
Oben Links: Es gibt in diesem Land
so viele Polizisten und Aufpasser,
dass man es wohl als grösste
Beschäftigungsthreapie der Welt
ansehen kann.
An einer Kreuzung standen ganze 25 Polizisten.
Unten Rechts: Oft haben "vorbildliche" Chinesen eine rote Binde um den Arm. Wohl vergleichbar mit der Nazibinde. Viele Chinesen finden übrigens, dass Hitler Fehler gemacht hatte, aber eigentlich ein starker Führer gewesen ist.... Tja, man kann es so sehen...
Ich traf auf ein paar Russen, mit welchen ich mich auf den Weg zu heissen Quellen machte... es entpuppte sich als kleines Bassin mit Heisswasser.
Doch nach Wochen ohne Dusche war dies einfach göttlich.
Unten rechts, wird Werkzeug von Hand mit
Strassenpublikum geschmiedet.
Wir besuchten das grosse Kloster der Stadt. Litang ist der Geburtsort des siebten und zehnten Dalai Lama. Der Besuch war sympatisch. Ich war überrascht, wie offen sie Bilder des Dalai Lama zeigen.
Ein Mönch öffnete für uns einen Tempel, wo ich auf ein Bild des höchsten Tibeters im Exil, auf einem Altar, stiess. In Tibet erfuhr ich, sei das Bild von ihm streng verboten. Junge Mönche luden uns ein in ihr Zimmer, nachdem sie die Türe zuschlossen, schauten wir eine DVD des Dalai Lamas.
Unten: Die Russin im rosaroten Pullover ist zum Buddhismus übergetreten. Sie meinte, dass man dazu nur diese Religion für sich akzeptieren müsse um Mitglied zu werden.
Wie überall, wird auch hier fleissig gebaut. Während Maos Kulturrevolution, wurden tausende Tempel in ganz China zerstört und Mönche getötet. Viele Tibeter verstehen dies als Angriff auf ihre Kultur, welche ausschliesslich an die Religion gebunden ist. Heute wird sehr viel wieder aufgebaut. Dies hat viele gute Effekte:
Heute ist diese Arbeit noch günstig, würde man warten, wirds teurer.
Jede Baustelle erzeugt einen allgemeinenen Wirtschaftswachstum.
Die Vergangenheit wird "überbaut" und viele werden soTibeter beruhigt.
(Foto von Maxim aus Russland)
Wir beobachteten auf der Spitze der Lamaserie eine Klasse Mönche beim depatieren. Dies ist eine Art Retorikübung, bei welcher sie eine Art Tanzbewegung machen. Allgemein sind vielleicht viele Mönche direkter, im auf Fremde zuzugehen, als viele junge Tibeter oder Chinesen. Vielleicht wegen dem?
(Foto von Maxim aus Russland)
Oben: Nochmals der wilde Westen von China. Unten traf ich auf einen Argentinier, der schon seit 9 Jahren um die Welt radelt. Wahrscheindlich in 2-3 Jahren wird er wieder zuhause ankommen... Mehr Infos über ihn findet ihr auf thewordbybike.com link
Ich stelle es mir unglaublich schwierig vor. Sehr oft muss campiert werden, da man mit dem Velo nicht genug schnell in der nächsten Stadt ist. Man ist oft abgeschnitten und dem Wetter 100% ausgesetzt. Während mehr als 10 Jahren...
Persönlich: Ich fand die Dusche göttlich, auch ein paar wenige Backpacker zu treffen, mit welchen ich Englisch und Französisch sprechen konnte war super...
Plan A: Süden.