Von Krakor nach Saigon (Die Stadt)

Veröffentlicht auf von CY

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Und hier gehts zum Film über:

 

30.12.2010 - 5.1.2011

Ich sagte den Leuten, welchen mir halfen ein Boot zu finden auf Wiedersehen. Danach trampte ich nach Phnom Phen. Irgendwie gefiel mir diese Stadt immer besser. Diesmal war es lustig zu beobachten, wie die Polizisten sich vor der Anti- Korruptionsbehörde bestechen liessen.

Ich kaufte ein Ticket für ein Bus, der kurz nach Mitternacht abfuhr. Die Angaben auf dem Ticket sorgten zwar für Verwirrung (Was bedeutet 12.30 a.m.?) aber ich habe ihn dann doch erwischt. Unterwegs genoss ich noch die Uferpromenade, wo die Bewohner der Stadt das Leben geniessen, Gitarre spielen oder einfach einen Schwatz abhalten. Übrigens finde ich interessant, dass die Touristen immer in teuren, westlich aussehenden Restaurants sitzen, während in den kleinen Beitzen der Kambodschander fast keine Touris sitzen. ...

Am nächsten Tag:

Silvester in Saigon.

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Geil. Nur: Am 1.1.2011 um 00.30 war dann auch fertig. Huschhusch ins Bett...

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Zum Schluss ein bisschen Alltag. Links Onkel Ho Chi Minh lächelt von dem Megabildschirm. Rechts eine Buchverkäuferin.

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Fast alle Häuser stehen auf einem etwa gleichgrossen Grundstück. Wer also expandieren will, baut genau auf dieser Fläche gegen oben... Rechts. Die Frauen eines Beauty- Salons geniessen das Dessert der Strassenverkäuferin.

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Bei der Architektur ist diese Stadt ziemlich interessant. Immer wieder findet man was neues in einem Park. Einfach so. Rechts dagegen wird einem bewusst, dass dies einmal erzwungenermassen Frankreich war. Im Bild die Notre Dame von Saigon.

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Das Museum an die Erinnerung der Kriege war eindrücklich. Erstaunt war ich, dass die Ausstellung ziemlich ausgewogen war. In einem sozialistischen Land hätte ich was anderes erwartet...

Ein grosses Thema waren die Gifte, die überall versprüht wurden. Die Vietcong, welche gegen die Amerikaner gekämpft haben im Vietnamkrieg, versteckten sich im Urwald. Deshalb musste der Urwald weg. Am besten mit Chemie. Selbst heute kommen Kinder ohne Arme oder Köpfe auf die Welt. Manchmal fehlen die Pupillen oder ein paar Zehen. Die USA hat sich bis heute nicht dafür entschuldigt. Aber das ganze Mekongdelta wurde durch diese Gifte beeinflusst. Die Verbrennungen durch Napalm waren genau so ein Thema wie die Massaker der Amerikaner in einigen Dörfern.

Es bleiben viele offene Fragen an den (noch) einflussreichsten Staat der Erde.

 

Persönlich: Zum Schluss war wieder mal die Kriegsmühle ein Thema, durch welche die Leute hier gedreht wurden. Aber der Alltag ist bestimmt durch das pulsierende Leben und die netten Leute.

 

Plan A: Mekongdelta muss ich sehen.

 

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