Von Sanjian nach Yichang
(Noodel- Bude in Yichang)
23- 24.9.10
Ich reiste über Huaihua nach Fenghuang. Auf dem Weg wurden mir wieder viele Spezialitäten eingeflösst. So zum Beispiel dies hier:
Man wirft schliesslich nichts weg vom Tier. Desshalb werden alle ''Speziellen'' Teile in irgend ne Chillisauce eingelegt und dann abgenagt... Genossen haben sies sicher, den Ausländer zu sehen wie er literweise Schweiss vergiesst. (Fairerwaise muss man sagen, dass es selbst für Chinesen eine heisse Sache war...)
24.-26.10.10
Schliesslich kam ich in Fenghuang an. Eindrücke:
Zwar war es sehr touristisch, da es aber genug weit weg von Bahnhöfen und Flughäfen war, sah man vorallem Chinesen und kaum Ausländer. Ausserdem hat sich viel vom alten Leben erhalten. Über die Küche von Fenghuang siehe Akte lebendes Essen von Fenghuang
Ich traf auf ne sympatische Chinesin, die mich überzeugte am nächsten Tag mit ihr in ein Miao Dorf zu kommen. Erwartet hatte ich irgend ein Klischee- Touristen- Loch. Gefunden haben wir ein richtiges, lebendiges Dorf. Das Foto links oben, kommt von einer Baustelle auf dem Weg dahin. Es ist ziemlich normal, dass auch Frauen als Wanderarbeiter arbeiten. Während in den Grossstädtebaustellen mehrere hundert Kubikmeter Beton am Tag verbaut wird, wird hier der Mörtel und die Steine noch einzeln auf dem Buckel einige Stockwerke hinaufgetragen.
Rechts: Wärend die Einwohner in einem Lastwagen mitfahren um Geld zu sparen, trafen wir auch auf einen Car voll chinesischer Grossstadt-Girly-Girls die in Highheels und Flipflops von einem Dorf zum nächsten geschleust wurden.
Ein grosses Highlight war der lokale Markt der stattfand.
Lebendtransport. (Drei kleine Ferkel)
Wenn der Metzger nicht aufmerksam genug ist, bekommen sogar die Köter etwas ab...
Die Chinesen sind vielleicht nicht speziell gross. Aber die Miaos kamen mir gerade mal zum Bauchnabel. Dementsprechend war der Aufruhr als ich da durchstapfte.
Der Unterschied zwischen diesen Dörfer und der Grossstadt ist enorm. Einerseits realisiert man, wie hart dieses Leben sein kann. Als Mensch eines entwickelten Landes bemerkt man oft nicht, wie alles durchdringend extreme Existenznöte sind, wie prägend ein Kampf ums nackte Überleben sein kann.
Haarstil von heute und gestern...
Zurück in Fenghuang genoss ich die Strassenscenen.
Ganz gross in Mode sind Kleider mit denen wir vielleicht in die Kirche gehen würden. Schliesslich ist dies ein kleines Zeichen der Aufbruchsstimmung und von kleinem Wohlstand. Auch lassen sich viele Leute mindestens einen Findernagel wachsen. Wer einen langen sauberen Fingernagel hat ist Top, der hat nen feinen Job und muss sich die Hände nicht schmutzig machen. Ausserdem lässt sich so sehr praktische viel Geld zählen...
Ich verlängerte den Aufenthalt und genoss die Abendstimmung. Links: Studenten verdienen sich Geld, indem sie mit einem Lautsprecher auf dem Rücken für ein bisschen Bares einen Song zum Besten geben. Rechts: Einer vom Hostel war noch ein richtiger stolzer Kommunist. Mao und rote Sternchen überall. Wir verstanden uns trotzdem gut. Hier machten wir ein bisschen Teezeremonie. Dabei wird das Getränk sehr stark gebraut, sodass eine sehr bittere Brühe entsteht. Dies trinkt man in Minischalen. Wieder probierte ich ein bisschen Spezialitäten aus: Akte lebendes Essen von Fenghuang
Letzte Eindrücke Fenghuang:
Die Stadt war historisch sehr wichtig. Auch dank dem Tourismus, konnte sich einiges vom alten Charakter erhalten.
Persönlich: Zwar wimmelte es von Touristen, trotzdem war diese Stadt ein Erlebniss. Die angetroffenen Leute waren super.
Zusatz: Ich reiste über Jijou in den Norden nach Yichang. Dort gabs zwar nichts grossartiges aber: Das episches Titelbild von diesem Beitrag kommt von Yichang.
Plan A: Ich fand ein günstiges chinesisches Schiff um in drei Tagen nach Chongqing zu schippern.